Gastro-Schnellfinder

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 14.09.2017

Botschafter für die Biosphäre Bliesgau

100 Prozent saarländisch: neue Brotsorte, die Bliesgau-Kruste, vorgestellt

Das neue Brot Bliesgau-Kruste stellten (von links) Jürgen Becker(Bliesmühle), Hans-Jörg Kleinbauer (Bäckerinnungsmeister), Landrat Theophil Gallo, Jan Geisinger (Bliesmühle), Richard Schreiner (Landwirt und Präsident der Landwirtschaftskammer) sowie Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegner in der Bliesmühle Breitfurt vor. Foto: Hans Hurth
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BREITFURT Mit einer neuen Brotsorte, der Bliesgau-Kruste als ein weiterer Botschafter für die Biosphäre Bliesgau wollen der Bäckerinnungsverband des Saarlandes und die Juchem-Gruppe mit der Bliesmühle Breitfurt aus der Region für die Region werben. In der Bliesmühle wurde die Bliesgau- Kruste vorgestellt.

Kulinarische Schätze

Die Anregung zum neuen Brot kam von Landrat Theophil Gallo, zugleich Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau. „Was präsentiert eine Landschaft besser als die Produkte, die in ihr wachsen und gedeihen? Viele kulinarische Schätze des Biosphärenreservats Bliesgau mit seiner vielfältigen Landschaft und fruchtbaren Feldern wurden im Laufe der Zeit gehoben, so Öle, Honig, Fruchtaufstriche, Hülsenfrüchte, Käse, Säfte und Bio- Milchprodukte“, sagte Theophil Gallo und blickte auf die Idee mit der Bliesgau- Kruste.  „Vor zwei Jahren bei der Übergabe der Neujahrsbrezel überlegte ich, was kann man tun, um für das Bäckerhandwerk und die Backkultur in der Biosphäre zu werben. Denn jeder weiß, dass hier gute Backware über die Theke gereicht wird“, sagte der Landrat. Gerade was das Handwerk angehe, müsste vieles besser wahrgenommen werden. Landwirte würden unter den Preisen leiden, die Discounter anbieten. Qualität soll zeigen, was die Region Gutes zu bieten habe. Die Idee der Bliesgau-Kruste sei dabei gut für den Kreis und fürs Handwerk. Für Bäcker-Innungsmeister Hans- Jörg Kleinbauer ist es wichtig, die Regionalität zu stärken. „Ich bin dankbar, dass die Landwirte der Region mit ihrer Qualität bei Getreide zur tollen Entwicklung des Saarlandmehles aus der Breitfurter Mühle beitragen. Landwirte, Mühle und Bäcker stellen ein Produkt her, das vom Feld bis auf den Teller zu 100 Prozent saarländisch ist.“ Trotz der bereits hervorragenden Brotkultur seien die Bäcker für neue Ideen stets offen. Roggen, Weizen und Dinkel für die Bliesgau-Kruste werden größtenteils auf den Feldern des Bliesgaus angebaut und geerntet, von der Bliesmühle Breitfurt gemahlen und von Saar-Bäckern gebacken. „Ein Drittel unserer Lebensmittel wird weggeworfen. Es muss ein Umdenken bei den Verbrauchern in Sicht auf Discounter einsetzen. Brot darf nicht zum Wegwerfartikel werden, Lebensmittel müssen ihre Wertigkeit wieder erlangen“, mahnte Kleinbauer an. Bei Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber- Wegener weckte die Bliestal- Kruste direkt Lust aufs Reinbeißen. „Super, dass neben dem Barockbrot jetzt ein weiteres Grundnahrungsmittel angeboten wird.“ Im Namen der Landwirte dankte Richard Schreiner vom nahen Kirchheimerhof, zugleich Präsident der Landwirtschaftskammer, der  Bliesmühle für die jahrzehntelange gute Partnerschaft beim Vermahlen der über 200 Tonnen täglich. Schreiner habe es sich mit seinen Kollegen zur Aufgabe gemacht, Kinder mit ihren Eltern über die Zusammenhänge im Kreis der Natur vor Ort aufzuklären. Landrat Theophil Gallo sieht bei der zurückgehenden Bevölkerungszahl die Aufgabe, auf dem Land die Versorgung sicherzustellen. Es sei gut, die Produktion der kurzen Wege vor Ort wie bei der Bliesmühle zu haben.  „Die Bliesgau- Kruste ist ein besonders Brot, ein hochwertiges Produkt aus der  Biosphäre“, stellte Hans- Jörg Kleinbauer beim Anschnitt und Probieren heraus. Es gab Komplimente zuhauf für die Handwerkskunst der Bäcker, zudem informierten Jürgen Becker, Jan Geisinger und Anette Klein von der Bliesmühle über die Verarbeitung und Nachhaltigkeit regionaler  Versorgung.  red./sb


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