Gastro-Schnellfinder

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 09.11.2017

Der König der Kuchen

Baumkuchen ist wie gemacht für die gemütliche oder festliche Kaffeetafel

Für Naschkatzen hat der Baumkuchen das ganze Jahr über Saison. Foto: djd/Salzwedeler Baumkuchenbetriebe Bosse GmbH
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Für Fans hat der Baumkuchen das ganze Jahr über Saison - und wer das zarte Gebäck je gekostet hat, weiß es zu schätzen. Daher stehen in einer traditionellen Baumkuchenmanufaktur die sich vor offenem Feuer drehenden Walzen auch ganzjährig nicht still.

Für jeden Anlass der passende Kuchen

Ob zum Geburtstag mit Marzipanherzchen, als reichverzierter Hochzeitskuchen, der "König der Kuchen" ist zu jedem Anlass ein Hingucker auf der Kaffeetafel. Statt Keksen oder Plätzchen machen Baumkuchenspitzen und -konfekt die Tasse Kaffee am Nachmittag zudem zu etwas ganz Besonderem. Noch ganz traditionell wird die Spezialität in der Hansestadt Salzwedel von Hand gebacken. Nötig sind sehr viel Fingerspitzengefühl und Aufmerksamkeit eines erfahrenen Konditors, denn die einzelnen Schichten dürfen nicht dicker als fünf Millimeter sein und können vor den offenen Flammen leicht verbrennen. Beim schichtweisen Backen entsteht auch die typische Maserung, die an die Jahresringe eines Baumes erinnert. Besonders unregelmäßige Ringe sind übrigens kein Makel, sondern das sichere Zeichen dafür, dass der Kuchen nicht aus industrieller Fertigung stammt.

Baumkuchen aus Salzwedel

Ob ganz klassisch mit Zuckerglasur, mit Zartbitterkuvertüre, weißer oder dunkler Vollmichschokolade überzogen - der Teig für „Salzwedeler Baumkuchen“ wird ausschließlich aus Butter, Zucker, Mehl und frischen Eiern hergestellt. Darüber hinaus garantiert das EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ die Richtigkeit der Herkunft und die Einhaltung traditioneller Herstellungsschritte über den gesamten Erzeugungsprozess. Das bedeutet, dass „Salzwedeler Baumkuchen“ nur innerhalb der Ortsgrenzen der Hansestadt in Sachsen-Anhalt und nur durch eine rein traditionelle Fertigung im gemauerten Ofen über offener Flamme gebacken werden darf.

Nicht wie eine Torte anschneiden

Anders als andere Kuchen und Torten, darf ein Baumkuchen auf keinen Fall durch senkrechte Schnitte zerteilt werden. Vielmehr wird er mit einem sehr scharfen Messer von oben quer zum aufrecht stehenden Kuchen geschnitten. So werden nicht nur die einzelnen „Jahresringe“ sichtbar, der Kuchen bleibt auch länger locker und saftig. Da für die Kuchenspezialität keine Konservierungsstoffe verwendet werden, sollte man sie innerhalb von zwei bis drei Wochen verzehren und Baumkuchenkonfekt nicht länger als einen Monat aufbewahren. djd


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